Mit dem dB wird in einer logaritmischen Skala das Verhältnis von Schalldrücken dargestellt. Bezugswert ist mit „0“ dB ein Schalldruck von 20 Mikropascal (was etwa der menschlichen Hörschwelle entspricht). 1 Pascal (1Pa, also eine Million mal höher) ergibt dann 94 dB und 200 Pa entsprechen 140 dB. Mit den logarithmischen Werten können akustische Erscheinungen besser unserem Vorstellungsvermögen angepasst werden. Die Rechnung mit diesen Werten ist nicht ganz einfach, denn eine Verdopplung der Schall-Leistung erhöht jeden Pegel um 3 dB, so ist 0dB + 0dB = 3dB. Zwei Lärmquellen von je 70 dB ergeben zusammen 73 dB.
Seit 2007 ist der Inhalt der neuen EU- Richtlinie 2003/10/EG zum Lärmschutz auch in Deutschland zur Vorschrift geworden. Nach der „Lärm- und Vibrations- Arbeitsschutz-verordnung“ gelten für die Lärmexposition geringere Werte, die folgende Tabelle zeigt:
LärmVibrationsArbschV |
Vorschrift seit 2007 |
bisher |
Zu verwendende Parameter |
LEx |
LArd |
Auslösewert 1 |
80 dBA |
85 dBA |
Auslösewert 2 |
85 dBA |
90 dBA |
Grenzwert |
87 dBA |
- |
Auslösewert 1 Spitzenpegel |
135 dBC |
- |
Auslösewert 2 Spitzenpegel |
137 dBC |
- |
Grenzwert des Spitzenpegels |
140 dBC |
140 dBC |
Der Wechsen von LArd zu LEx bedeutet lediglich eine Änderung des Namens der Einheit. Die Basis ist in beiden Fällen der Leq bezogen auf 8 Stunden. Beträgt die tatsächliche Einwirkzeit weniger als 8 Stunden, so ist sie entsprechend umzurechnen.
Der Begriff Kalibrierung hat für unterschiedliche Leute oft eine unterschiedliche Bedeutung. Es ist jedoch wichtig, dass Klarheit darüber herrscht, wenn darüber gesprochen wird.
Der Begriff “Kalibrierung” kommt im Leben eines Messgerätes mehrfach vor. Wichtig ist dann:
Wie wird es genannt, was bedeutet es und wer tut es:
Typprüfung eines neuen Modells durch das Nationale Prüflabor (in Deutschland PTB) nach Standard IEC 61672 Teil 2
Werkskalibrierung als Teil des Produktionsprozesses während der Herstellung durch den Hersteller
Kalibrierung vor und nach jedem Messeinsatz durch Prüfung der Empfindlichkeit bei 1 KHz durch den Anwender (im allgemeinen mit einem akustischen Kalibrator)
Eichung (im allg. aller zwei Jahre) eines durch Typprüfung zur Eichung zugelassenen Gerätes durch die nationalen Eichämter nach IEC 61672 Teil3.
Die unter Typprüfung und Eichung aufgeführten Begriffe wurden mit der IEC 61672 erstmalig in einen internationalen Standard eingearbeitet. Vorher war es jedem Hersteller freigestellt zu behaupten, dass sein Gerät den Standard erfüllt, auch wenn das nicht immer der Wirklichkeit entsprach. So war es möglich, einen Schallpegelmesser (typisch aus Fernost) zu erwerben, dessen Preis nicht einmal die Kosten einer Prüfung decken würde. Ein solches Gerät kann die Vorschriften nicht erfüllen.